Stuttgarts „Kleiner Regenbogen“ ‒ schenkt Mut und tut Gutes.

Ein Artikel von Sarah Gilgien (Gast-Autorin). 

Vielleicht habt ihr meinen „Kleinen Regenbogen“ auch schon mal in der Stadt entdeckt – als Sticker oder Postkarte? Er hängt an vielen Straßenecken, erfreut die Herzen und liegt in kleinen Läden und Cafés kostenlos zum Mitnehmen aus.

Das ist die Geschichte dahinter.

Vor einem Jahr kam der „Kleine Regenbogen“ in mein Leben als es mir selbst nicht gut ging.

Von einem Tag auf den anderen waren durch die Corona fast alle meine Aufträge als freie Grafik-Designerin weggebrochen. Ich war verzweifelt und wusste nicht, wie es beruflich für mich weitergehen sollte. Eines Tages nahm ich Pinsel und Papier und fing an zu malen. Irgendwann stand da dann ein Regenbogen, mit drei Bögen und zunächst bloß in schwarzer Farbe. Als ich den „Kleinen Regenbogen“ am Bildschirm digitalisierte und ihn in fröhlich bunten Farben erstrahlen ließ, hatte er mein Herz bereits erobert. Für mich ist er ein Zeichen dafür, wie aus jeder Krise neue Stärke und Hoffnung erwachsen kann. Und es ohne Regen, kein Sonnenschein geben kann. 

Zunächst stellte ich ihn als kostenloses Printable auf meiner Website für alle Herzenserfreuern und Mutmachern zur Verfügung. Das PDF könnt ihr ganz unkompliziert herunterladen und zu Hause so oft ausdrucken, verschicken und verschenken wie ihr möchtet.

Kurz darauf druckte ich den „Kleinen Regenbogen“ auf Sticker, steckte ihn in kleine Tütchen und verteilte sie beim Einkaufen an die Menschen, die an der Kasse arbeiten. Es war meine Art „danke“ zu sagen. Beim Spazierengehen durch mein geliebtes Heslach warf ich ihn in Briefkästen ein. Stundenlang lief ich durch die Gegend, bis mir die Füße weh taten.

Also fragte ich in meiner Instagram-Story, ob mir jemand beim Verteilen und Verschenken der Sticker helfen möchte. Seitdem habe ich ihn hundertfach in Umschläge gepackt und ihn in der Stadt verteilt. Bei kleinen Labels hüpft er mit in die Bestellungen dazu und fleißige Laufboten werfen den Kleinen Regenbogen ganz klassisch als Überraschung in Briefkästen. 

Zwischen 70.000 und 100.000 Sticker habe ich mit der Hilfe von vielen tollen Regenbogen-Bot:innen seit April 2020 verteilt und verschickt – sogar ins Ausland. Ja, der kleine Regenbogen ist mittlerweile ein richtiger Weltenbummler geworden, der bereits sechs Sprachen spricht und sogar in der aktuellen Ausgabe des Flow Magazins zu finden ist.

Mein Regenbogen soll ein kleiner Lichtblick für alle sein, die etwas Freude, Mut und Hoffnung benötigen. Und davon gibt es in dieser Krise gerade sehr viele.

Er schenkt nicht nur Mut, sondern tut auch Gutes. Mit ihm gibt es drei Spendenaktionen, die die unterschiedlichsten Organisationen unterstützen. Falls ihr neugierig seid, schaut gerne hier vorbei:

Im März feiert mein Herzensprojekt seinen ersten Geburtstag und das wird mit dem Start der „Kleinen Regenbogen Kollektion“ gefeiert. Ihr möchtet mitfeiern? Dann hüpft gerne rüber zu meinem Instagram-Account, dort nehme ich euch in meinen Stories fast täglich auf meine wundersame Reise mit dem „Kleinen Regenbogen“ mit.

Alles wird gut, eure Sarah.

 

Bilder: Sarah Gilgien, Tanja Simončev, Christian Knott, Konstantin Ockenfuß und Goldmarlen.